Hypnose und EMDR: Das Unterbewusstsein mit ins Boot nehmen

Hypnose eignet sich für die Behandlung von Angsterkrankungen wie Phobien oder Panikattacken, Schlafstörungen und vielem mehr. Hat das Unterbewusstsein einmal gelernt, auf bestimmte Situationen zum Beispiel mit starker Angst oder gar Panikattacken zu reagieren, dann ist dies allein im Gespräch oder durch Bewusstmachen schwer wieder zu lösen. Bei der Hypnose holen wir das Unterbewusstsein mit ins Boot und lösen unter anderem Verknüpfungen, die Sie als hinderlich oder belastend empfinden. Dies kann nur geschehen, wenn Sie es wollen. Dabei sprechen wir auch miteinander und gehen in Ihrer Vorstellung in die angstmachende oder belastende Situation hinein. Nicht immer ist es möglich, im Trancezustand die damit verbundenen Gefühle auch wahrzunehmen. Je besser es gelingt, dass Sie Zugang zu diesen Gefühlen finden, desto besser kann das Gefühl bearbeitet werden. 


EMDR

Bei Angststörungen, Panikattacken, Anpassungsstörungen und belastenden Ereignissen kombiniere ich häufig Hypnose mit einer anderen Trancetechnik, dem EMDR - „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“, zu Deutsch: Desensibilisierung und Aufarbeitung mithilfe von Augenbewegungen. Auch hier sind Sie, wie bei der Hypnotherapie, wach und orientiert. In einem intensiven Gespräch ergründen wir gemeinsam das ursprüngliche Gefühl und ein möglicherweise damit verbundenes Ereignis. Dieses Gespräch wird als Exposition bezeichnet. Erst dann wird das Gefühl mithilfe von schnellen Augenbewegungen bearbeitet. Diese Therapieform kommt aus der Traumatherapie und wurde bereits in den 1980er Jahren von der Amerikanerin Francis Shapiro etabliert. Sie ist sehr effektiv und wirkt schnell, sodass – ähnlich wie bei Hypnose – oftmals nur wenige Sitzungen nötig sind. Ihre Wirkung ist gut belegt.


Motivation verankern

Das Unterbewusstsein kann ebenso neue Verknüpfungen schaffen, zum Beispiel bei Themen wie Ernährung, Sport oder Motivation. Dabei wende ich vor allem Suggestionen an, also einfache Sätze, die Ihr Unterbewusstsein dann umsetzt, zum Beispiel „Du führst dein Sportprogramm konsequent durch… dies alles fällt dir vollkommen leicht“. Bei der Arbeit mit Suggestionen ist es erforderlich, diese öfter zu wiederholen, zunächst innerhalb von einer Woche, später in größeren Abständen. Langjährige Gewohnheiten benötigen wiederholte Reize, um sich nachhaltig verändern zu können. Bitte planen Sie diese Wiederholungen ein, wenn Sie eine Hypnose-Behandlung anfangen möchten.


Hypnose: Sie erinnern sich an alles

Dabei arbeite ich mit "Alltagstrance" - das ist ein Zustand, den jeder kennt, in dem man sich an alles erinnert. Er hat wenig zu tun mit der Tiefentrance, die Sie vielleicht aus Film und Fernsehen kennen. Eine leichte bis mittelschwere Trance ermöglicht die besten Ergebnisse in therapeutischer Hinsicht. Alltagstrance erleben Sie beispielsweise in dem Zustand zwischen Wachen und Einschlafen oder auf langen Fahrten auf der Autobahn. Ein wichtiges Element der hypnotischen Arbeit ist die Tiefenentspannung. In der Entspannung lassen sich neu erlernte Inhalte noch besser vertiefen, sie dient aber auch dazu, angstbesetzte Situationen neu zu bewerten. Wir alle erleben in unserem Alltag entspannte und angespannte Momente, das ist ganz normal. Wenn die Balance zwischen Anspannung und Entspannung nicht mehr gegeben ist, kann dies Ihre Gesundheit schädigen. Schlafstörungen, Burnout, aber auch körperliche Erkrankungen können langfristig die Folge sein. Wie man sich entspannt, das ist individuell verschieden.  


Forschungsergebnisse

Da Hypnose und Hypnotherapie schon sehr lange angewendet werden, ist die Studienlage vielfältig und aufschlussreich. Gute Belege für die Wirksamkeit von Hypnose finden sich beispielsweise bei der Behandlung von Adipositas und Übergewicht, bei der Rauchentwöhnung, zur Stärkung des Selbstbewusstseins, bei der Behandlung von Angsterkrankungen und beim Abbau von Anspannung und dem Einüben von Entspannung. In Bezug auf EMDR ist beispielsweise die Wirkung bei der Bewältigung von Ängsten, Panik und Traumata gut belegt. Gerne kann ich Ihnen dazu weitere Informationen zur Verfügung stellen. 


Gegenanzeigen

Gegenanzeigen für die Behandlung mit Hypnose und EMDR sind:
 Schwere Depression, Schizophrenie und andere Psychosen,  bipolare Störungen, Borderline, schwere Herz-Kreislauferkrankungen, Herzinsuffizienz, schwerwiegende Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie beispielsweise Morbus Parkinson,  Alkohol-, Drogen- und Medikamentenabhängigkeit,  Thrombose, Epilepsie. 
 Gegenanzeigen sind außerdem das Vorliegen einer Schwangerschaft und die Einnahme von Psychopharmaka.
 
 Grundsätzlich gilt:
 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen nur mit der Zustimmung der Erziehungsberechtigten behandelt werden.